Namensursprung
Trigonella foenum graecum L.
Den Gattungsnamen Trigonella bildete Linne (=L.) aus lateinisch Trigosum = Dreieck,
wegen der bei Trigonella foenum graecum scheinbar dreiblättrigen Krone.
Foenum graecum = griechisches Heu, ist der Name der Pflanze bei den Römern
und weist auf ihre Verwendung als Futtermittel hin.
Volkstümliche Bezeichnungen:
Volksetymologische Entstellungen aus dem lateinischen „foenum graecum“ (im
Mittelalter „fenigrecum“) sind „fine Gret“ = feine Grete
(=plattdeutsch). Fin. schön Margret (Mecklenburg), Fenekreteln (Eichsield),
Filigräzie (Basel). Grünschau(b) (Elsass) ist ein missverstandenes „griechisch
Heu“.
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Synonyme
Deutschsprachige Synonyme: Bockshorn, Bockshornklee, Bockshornsamen,
Griechisch Heu, auch Griechische Heusamen, Kuhhornklee, Kuhhornsamen, Kuhbohnen,
Siebengezeit, Stundenkraut, Ziegenhornklee, Ziegensamen, Ziegenhornkleesamen,
Hornkleesamen, Rehkörner
Weitere Synonyme: Foenum graecum officinale Alef., Foenum-graecum sativum Medik.,
Folliculigera graveolens Pasquale, Telis Foenum-Graecum (0. Kuntze); Fabaceae;
Faboideae; Trifolieae [1] [2] [4] [21] [25] [38] [40]
| Pharma |
Semen Foenugraeci |
| Amharisch |
Abish |
| Arabisch |
Hulba, Hilbeh |
| Armenisch |
Chaiman |
| Assami |
Mithiguti |
| Bengali |
Methi |
| Burmesisch |
Penantazi |
| Chinesisch |
Hu lu ha |
| Deutsch |
Griechisch Heu |
| Englisch |
Fenugreek; Greek hay seed; |
| Esperanto |
Fenugreko |
| Estnisch |
Kreeka lambalääts |
| Farsi |
Shambelile |
| Finnisch |
Sarviapila |
| Französisch |
Fenugrek, Sénegré, Trigonelle, Grain de fenugrec |
| Gujrati |
Methini, Methro |
| Hindi |
Methi (Samen), Kasoori methi, Sag methi (Blätter) |
| Italienisch |
Fieno greco |
| Kanada |
Mente |
| Malayalam |
Venthiam |
| Malaysisch |
Halba |
| Marathi |
Methi |
| Niederländisch |
Fenegriek |
| Norwegisch |
Bukkehornklover |
| Polnisch |
Kozieradka pospolita |
| Partugiesisch |
Feno-grego |
| Punjabi |
Methri |
| Russisch |
Pazhitnik grecheskiy, Shambala |
| Sanskrit |
Methika |
| Schwedisch |
Bockshornklöver |
| Sanghalesisch |
Uluhaal |
| Spanisch |
Alholva, Fenogreco |
| Swahili |
Uwatu |
| Telugu |
Mentikura, Mentula |
| Urdu |
Methi |
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Botanik-Beschreibung
Der Bockshornklee ist einjährig, aus spinnenförmiger
langer Pfahlwurzel erhebt sich der aufrechte 30 - 60 cm hohe Stängel.
Dieser ist stielrund und wenig verästelt. Er trägt aufrechte Äste
und entfernt stehende dreizählige Blätter. Die nach oben etwas verdickten
Blattstiele sind behaart. An ihrer Basis findet man zwei lanzettlich stark
behaarte Nebenblätter. Die Blättchen sind keilförmig, gestutzt,
formstachelspitzig gezähnelt. Die mittelgroßen, gelblichen oder
gelblichweißen Schmetterlingsblüten sitzen einzeln oder zu zweien
ungestielt in den Blattachseln. Die Blüten werden häufig von Bienen
und Hummeln beflogen, daher gilt Bockshornklee als gute Bienenweide. Es herrscht
Fremdbefruchtung vor. Der weichhaarige Kelch hat pfriemliche Zipfel, die so
lang sind wie die Kelchröhre. Die Hülse wird 7 - 12 cm lang, bei
einer Breite von 4 - 10 mm. Sie bilden 4 bis 20 flach gedrückte Samen
aus. Diese sind unregelmäßig rechteckig mit einem deutlich abgesetzten
Würzelchen und grünbraun, gelbbraun bis braunrot gefärbt und
sehr hart. Sie ist langgeschnäbelt und bisweilen schwach gebogen. Die
getrocknete Pflanze riecht wie Kräuterkäse und stark nach Kumarin.
Sie behält diesen Geruch in geschlossenen Räumen außerordentlich
lange [1] [2] [4] [38].
Blütezeit: Juni bis Juli [2]
Samenreife: Juni bis August.
Verwendete Pflanzenteile: [21]
Bockshornkleesamen: getrocknet, ganz oder gemahlen; geröstete gemahlene
Samen
Pflanze: Frisches, seltener getrocknetes Kraut; die junge Hülsen.
Heilkräftiger
Pflanzenteil: getrocknete reife Samen [2] [3]
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Anbaugebiete
Er kommt in den Mittelmeerländern frei in der Natur vor,
wo er auf steinigen Hügeln wächst. Bei uns wird er als Heil- und
Futterpflanze angebaut. Kultiviert wird er auch in Nord-Afrika, Indien, Ukraine,
China, Iran, Pakistan, Kleinasien und Frankreich. Hauptlieferländer sind
vor allem Indien, Marokko, China, Ägypten und die Türkei.
Die Hauptanbau- und Nutzungsländer sind heute: Mittelmeerländer (Ägypten,
Türkei, Spanien, Marokko, Syrien, Südfrankreich, Griechenland) Sudan,
Vorder- und Mittelasien, arabische Länder, Indien, Pakistan, Iran, China,
Japan, Nordamerika (Kalifornien) und Argentinien. [2] [4] [21] [38]
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Sonstige Verwendung des Bockshornsamens
Neben dem Einsatz als orales oder topisches Therapeutikum bei
Mensch und Tier, auf das später noch eingegangen wird, wird der Bockshornkleesamen
als Gewürz im Curry, als Liebstöckelersatz, geröstet als Lebensmittel
oder auch die oberirdischen Teile als Gemüse verwendet [4].
In den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens ist der Bockhornklee ein
beliebtes Gewürz, das fast allen Speisen zugesetzt wird. Die Samen werden
geröstet oder gekocht, wobei sich der unangenehme Geruch verflüchtigt
und in ein angenehmes Aroma umwandelt. Aber auch der Verzehr von frischen,
grünen Samen spielt nach Achtnich in diesen Ländern eine große
Rolle.[38]
Der sehr intensive Geruch und Geschmack eines wässrigen Extraktes nach
Liebstöckel führt dazu, dass er in vielen europäischen Ländern
zur Aromatisierung von Lebensmittel eingesetzt wird. Auch in diesem Gebiet
gibt es wiederum „eine Kuriosität“:
Aus dem Bockshornklee lässt sich ein Sirup herstellen,
der dem Ahornsirup sehr ähnelt. Ein
so verfälschter Ahornsirup kommt
gelegentlich in den Handel.
Die technische Verwendung zur Versteifung der Leinwand und zur Herstellung
von Farbbrühen scheint heute nur noch von geschichtlicher Bedeutung [1]
zu sein.
Weiter soll der Schleim des Bockshornklees in der Textilindustrie als Appreturmittel
Verwendung finden– ferner als Insektizid. [4]
In den Tropen wird eine viel gebrauchte Currysauce zur Hauptsache aus Curcumawurzel
und Bockshornklee hergestellt. [1]
Auf der Suche nach Ausgangsubstanzen für die Herstellung von Steroiden,
die in der Therapie eingesetzt werden, ist auch Bockshornklee mit untersucht
worden. Der relativ gering scheinende Anteil von 7,3% von Sapogenin-glykosiden
im Samen ist jedoch ausreichend um eine technische Auswertung in Erwägung
zu ziehen. In diesem Sinne sind in dem durchgeführten Search Report [19]
mehrere Publikationen aus dem Jahren 1977 -1983 gelistet. [21]
Des weiteren findet er Verwendung zum Aromatisieren von Tabak sowie Kaffee-
und Vanilleextrakten. [21]
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