Sonstige Verwendung

Neben dem Einsatz als orales oder topisches Therapeutikum bei Mensch und Tier, auf das später noch eingegangen wird, wird der Bockshornkleesamen als Gewürz im Curry, als Liebstöckelersatz, geröstet als Lebensmittel oder auch die oberirdischen Teile als Gemüse verwendet [4].

 

In den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens ist der Bockhornklee ein beliebtes Gewürz, das fast allen Speisen zugesetzt wird. Die Samen werden geröstet oder gekocht, wobei sich der unangenehme Geruch verflüchtigt und in ein angenehmes Aroma umwandelt. Aber auch der Verzehr von frischen, grünen Samen spielt nach Achtnich in diesen Ländern eine große Rolle.[38]
Der sehr intensive Geruch und Geschmack eines wässrigen Extraktes nach Liebstöckel führt dazu, dass er in vielen europäischen Ländern zur Aromatisierung von Lebensmittel eingesetzt wird. Auch in diesem Gebiet gibt es wiederum „eine Kuriosität“:

 

Aus dem Bockshornklee lässt sich ein Sirup herstellen, der dem Ahornsirup sehr ähnelt. Ein so verfälschter Ahornsirup kommt gelegentlich in den Handel.

Die technische Verwendung zur Versteifung der Leinwand und zur Herstellung von Farbbrühen scheint heute nur noch von geschichtlicher Bedeutung [1] zu sein.

 

Weiter soll der Schleim des Bockshornklees in der Textilindustrie als Appreturmittel Verwendung finden– ferner als Insektizid. [4]

 

In den Tropen wird eine viel gebrauchte Currysauce zur Hauptsache aus Curcumawurzel und Bockshornklee hergestellt. [1]

 

Auf der Suche nach Ausgangsubstanzen für die Herstellung von Steroiden, die in der Therapie eingesetzt werden, ist auch Bockshornklee mit untersucht worden. Der relativ gering scheinende Anteil von 7,3% von Sapogenin-glykosiden im Samen ist jedoch ausreichend um eine technische Auswertung in Erwägung zu ziehen. In diesem Sinne sind in dem durchgeführten Search Report [19] mehrere Publikationen aus dem Jahren 1977 -1983 gelistet. [21]

 

Des weiteren findet er Verwendung zum Aromatisieren von Tabak sowie Kaffee- und Vanilleextrakten. [21]