Nebenwirkungen – Toxikologie

Die einzige Nebenwirkung über die in der Literatur berichtet wird, ist ein unangenehmer Geruch hervorgerufen durch Hautausdünstungen bei normalem Gebrauch als Gewürz oder Gemüse [1] [31].

 

In neuesten Untersuchungen ist folgendes zu lesen: [40]

 

Tiertoxikologie

akute Toxizität
Die orale LD50 von Bockshornsamen für die Ratte liegt bei über 5 g/kg Körpergewicht. Für die einzelnen Bestandteile wurden folgende Werte ermittelt: Trigonellin 5 g/kg, Scopoletin 3,8 g/kg, Cumarin 0,72 g/kg.

 

chronische Toxizität
Die Langzeitgabe von Dosen, die bis zu dem 4-fachen der therapeutischen Dosis entsprechen, führte bei Ratten zu keinen toxischen Veränderungen.

Teratogen, Embryo-/Fetotoxikologie
Tierversuche an Ratten liefern widersprüchliche Ergebnisse. Während in einer Studie teratogene Effekte mit Deformationen des Fetus beobachtet wurden, konnte dies in anderen Versuchen mit zum Teil höheren Dosen nicht belegt werden. Zur Klärung sind weitere Studien notwendig [4].

 

Toxikologie:
Bei Anwendung der als Gewürz üblichen Dosen des Bockshornkleesamens und -krautes besteht nach bisherigen Erkenntnissen keine akute oder chronische Toxizität.

 

Das Sensibilisierungspotential ist gering. In der Literatur werden jedoch 2 Fälle schwerer allergischer Reaktionen beim Einatmen von Bockshornkleesamenpulverstaub und nach äußerlicher Anwendung von Bockshornkleesamenbrei zur Behandlung von Kopfschuppen beschrieben.